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Donnerstag, 21. Januar 2016

Paprika Ajvar Quiche mit Polentaboden vegan

Winterzeit ist Quiche-Zeit! Und da in diesem Gericht tausende Möglichkeiten schlummern, habe ich mich entschlossen selbst kreativ zu werden. Eine vegane Variante mit viel Gemüse, schön würzig und nicht so fettig wie das Original.



Dafür habe ich die Kalorienbombe Mürbeteig durch einen sämigen Polentaboden ausgetauscht. Der macht genauso schnell satt und enthält zusätzlich Eiweiß, Kalium, Magnesium und Kieselsäure. Gerade letzteres ist wichtig für unseren Haut-Stoffwechsel und lässt uns daher nicht so schnell alt aussehen ;)

Die Basis für die Quiche sollte Paprika darstellen: Ein wahres Vitamin C-Wunder (140mg / 100g) und damit in der Erkältungszeit ein leckerer Booster für das Immunsystem. Die Ei-Masse wird in diesem Gericht, wie auch in den meisten bekannten veganen Rezepten, mit Seidentofu nachgestellt. Für alle Einsteiger: Den findet ihr z.B. beim Bio-Markt eures Vertrauens, in manchen Asia-Läden, natürlich bei Veganz und im Internet. Aufgepeppt wird die Füllung durch Ajvar - ein Paprikamus, dass ich gerne zum verfeinern bei vielen Saucen einrühre. Es kann auch als Brotaufstrich verwendet werden, dafür gibt es eine scharfe und eine milde Variante. In diesem Rezept habe ich das scharfe Ajvar verwendet, welches durch das Seidentofu ganz einfach abgeschwächt wird. Ajvar findet ihr in fast jedem gut sortierten Supermarkt.




Zutaten:


Der Polentaboden:
100g Maisgries (Polenta)
200g Wasser + 1 TL vegane Brühe
1 EL Alsan (oder andere vegane Pflanzenmargarine)
1 Prise Muskat


Den Maisgries in die heiße Brühe einrühren bis sich ein sämiger Brei ergibt. Dann Alsan zugeben und mit Muskat würzen. Etwa zehn Minuten quellen lassen. Anschließend die Polenta in die mit Backpapier ausgelegte Quicheform streichen und etwa 15 Minuten bei 180 Grad Umluft blind backen. In der Zwischenzeit:

Der Belag:
2 - 3 Paprika (je nach Größe)
1-2 Zwiebeln (nach Geschmack)
1 EL Öl
Paprika Pulver
400g Seidentofu
3 gehäufte EL Ajvar (scharf)
Salz, Pfeffer



Die Paprika in kleine Stücke schneiden und die Zwiebel fein hacken. Die Zwiebel in etwas Öl und Paprika Pulver anrösten. Den Seidentofu mit einem Handrührgerät rühren, bis sich eine homogene, glatte Masse entwickelt hat. Dann den Ajvar und die Zwiebeln unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Boden aus dem Backofen holen, mit der Paprika bedecken und die Tofumasse darüber gießen. Mit Paprikapulver bestäuben.

Im Backofen für weitere 35 Minuten backen, leicht auskühlen lassen (damit der Tofu wirklich stockt) und dann genießen.

Guten Appetit und grüne Grüße

Eure

Jassi







Sonntag, 10. Januar 2016

Vegane Pina Colada Torte

Happy Birthday to me! Im Januar wird mein Blog ein Jahr alt und das möchte ich mit Euch feiern. Frei nach dem Motto: "A party without cake is just a meeting" (Julia Child) habe ich eine wunderbare Pina Colada Torte kreiert. Natürlich 100% vegan.


Diese leckere Torte ist nach all der Feiertagsvöllerei herrlich erfrischend. Die Süße der Kokosnuss harmoniert perfekt mit säuerlicher Ananas und einem fluffigen Biskuit. Für mich eine Kombination, die man ganz bestimmt nicht nur dem Sommer vorbehalten sollte. Gleichzeitig ist die Torte schnell gemacht und man behält ein komplettes Glas Ananas Marmelade für das Frühstück übrig. 

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Vegane Weinprobe Stellenbosch, Südafrika

Ich mag Wein. Sehr. Deshalb habe ich in diesem Jahr auch bereits ein veganes Winetasting bei mir zuhause ausgerichtet. Und somit war auch gleich klar, dass ich in Südafrika eine Weinprobe mitmachen möchte. Doch welche Weingüter bieten veganen Wein? Und wo bekommen wir dann auch noch etwas zu Essen?



Diese Fragen haben mich bei der Reiserecherche vorab beschäftigt.
Glücklicherweise gibt es eine sehr hilfreiche Liste zu allen Weingütern in Südafrika, die veganen Wein anbieten:


Allerdings habe ich keine Informationen dazu bekommen, ob man dort jeweils auch ein veganes Menü bekommt. Die Pairings mit Schokolade und Wein finde ich superspannend. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dort vegane Schokolade verwendet wird, geht wohl gegen Null.

Darum haben wir uns entschlossen, vor Ort einfach zu improvisieren. Bei der mehr als abenteuerlichen Suche nach einer Mitfahrgelegenheit (wir haben den Vine Hopper nicht gefunden) gerieten wir zufällig an einen netten Uber-Fahrer, der uns im Laufe des Tages von Weingut zu Weingut fuhr. Hier der Tipp an alle zukünftigen Reisenden die Uber-App vorab unbedingt zu installieren. Damit könnt ihr wirklich Geld sparen.


Sonntag, 6. Dezember 2015

Vegane Restaurants in Kapstadt {Vegan auf Reisen}

Wie versprochen folgt nun der zweite Teil meiner Serie "Vegan auf Reisen". Im ersten Teil habe ich bereits von meinen Erfahrungen mit veganer Verpflegung auf einem Langstreckenflug berichtet. Jetzt folgen die Restaurants in Kapstadt, der wunderschönen Stadt zwischen Tafelberg und Atlantik.



Wir haben während unserer zweiwöchigen Reise etwa 2/3 der Mahlzeiten auswärts eingenommen. Südafrika ist nämlich schon ganz gut auf die vegane Ernährung eingestellt, auch wenn die meisten Südafrikaner Fleisch essen. Gekocht haben wir hauptsächlich, um auch mal Kosten zu sparen. Am ersten Tag in Kapstadt war das aus Zeitgründen allerdings noch nicht drin - also machten wir uns auf die Suche nach den veganen Restaurants, die ich vorab herausgesucht hatte. Auf der Long Street sollte es zahlreiche Optionen geben, nur leider fanden wir sie nicht. Die Nachfrage bei einigen Einheimischen brachte auch keinen Erfolg: "Gibt es nicht mehr", "Kenn' ich nicht" usw. Nur ein Restaurant war fast allen bekannt: Addi in Cape. Nach der herausgesuchten Internetbeschreibung eigentlich nicht meine erste Wahl. Glücklicherweise, hat der Hunger uns trotzdem dort herein getrieben.


Donnerstag, 26. November 2015

Rote-Bete-Quinoa-Salat mit Ingwer

Rote Bete und Ingwer sind eine unschlagbare Kombination für einen guten Start in die Erkältungssaison. Rote Bete besitzt viel Vitamin B und Eisen und Ingwer soll das Immunsystem ankurbeln. Außerdem sind beide zusammen auch unheimlich lecker: In einer warmen Suppe, im frisch gepressten Saft mit Karotte oder halt in einem knackigen Salat. Als ich in einem südafrikanischem Café die Kombination mit Quinoa und Sesam-Dressing kennengelernt habe, wollte ich das Rezept gleich Zuhause ausprobieren.


Ihr braucht:

Für den Salat

  • 200g weißen Quinoa (z.B. diesen hier)
  • 2 kleine Rote Bete Knollen
  • einige Stängel frischen Koriander
  • nach Geschmack: Eingelegter Ingwer in Scheiben oder frischen Ingwer gerieben
  • Zwei Esslöffel Sesam

Den Quinoa nach Packungsanweisung im Wasser garen. In der Zwischenzeit die rote Bete fein reiben und den Koriander grob hacken. Alle Zutaten miteinander vermengen, dabei nach Geschmack eingelegten Ingwer (für die japanische Note) oder frischen, geriebenen Ingwer dazugeben. Das Dressing darüber geben und alles gut miteinander vermengen.

Für das Dressing:


  • 30ml Öl (neutral)
  • 30ml Essig
  • 2EL Sesamöl
  • 2EL Soja Sauce
  • 1EL Sweet Chili Sauce
  • 1-2EL Ahornsirup
  • Salz und Pfeffer

Alle Zutaten für das Dressing gut miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Lasst es euch schmecken und bleibt gesund!

Grüne Grüße

Jassi


Sonntag, 22. November 2015

Vegan auf Reisen - der Langstreckenflug

Brrr... ist das kalt hier! Vor zwei Tagen bin ich in Südafrika noch im T-Shirt herumgelaufen, habe mir die Sonne auf die Nase scheinen lassen und abends ein kühles Bier am Strand getrunken. 



Und heute sehe ich in Hamburg die ersten Schneeflocken. Verrückt.

Aber sei es drum, es war ein toller Urlaub. Und Zuhause zu sein, im eigenen Bett zu liegen und überall WLAN zu haben fühlt sich auch sehr gut an. ;) 

Auf meiner dreiwöchigen Reise entlang der Garden Route habe ich viel gesehen, gelernt und tolle Menschen kennengelernt. Dieses Land ist so vielfältig und aufgeschlossen. Und so wunderwunderschön. Allen Warnungen zum Trotz habe ich mich außerdem fast überall sehr sicher gefühlt. Eines steht für mich darum schon fest: Ich werde zurückkehren und mir das Ostkap ansehen mit seinen Bergen und Küsten, die so atemberaubend schön sein sollen, dass sie wie aus einer anderen Welt erscheinen. 

Doch alles zu seiner Zeit: Erstmal bemühe ich mich die tausend gewonnen Eindrücke zu verarbeiten. Und dabei werde ich auch euch nicht verschonen, denn ich habe mich entschlossen eine Serie über das vegane Reisen aufzunehmen. Weil ich während meiner Reisevorbereitung festgestellt habe, dass es über Südafrika zwar schon die eine oder andere Info gibt, aber die sind häufig veraltet und wie ich feststellen musste auch teilweise falsch. Darum werde ich euch Tipps an die Hand geben, wie ihr als veganer Tourist in Südafrika einen tollen Urlaub verbringt. Welche Restaurants ich empfehlen kann, wo ihr einkaufen gehen könnt und wie das mit dem Frühstück in den Hostels funktioniert. 

Montag, 12. Oktober 2015

Zwetschgenliebe im Glas: Hausgemachtes Pflaumenmus

Sobald es die ersten Zwetschgen auf dem Markt zu kaufen gibt, kaufe ich mir schon einen großen Schwung und bereite mein allerliebstes Pflaumenmus zu. Denn gerade bei Marmelade schmeckt man den Unterschied zwischen gekauft und selbstgemacht ganz deutlich - und vor allem braucht man nicht ganz so viel Zucker nehmen. Das Pflaumenmus wird bei meinem Rezept für mehrere Stunden im Backofen eingekocht, ohne, dass irgendwelche Geliermittel benötigt werden. Das braucht zwar seine Zeit, zahlt sich am Ende jedoch absolut aus.
 
In diesem Jahr habe ich mir eine altdeutsche Zwetschgensorte ausgesucht, die zwar kleiner, aber dafür sehr viel aromatischer als die hochgezüchteten Supermarktzwetschgen ist. Dadurch brauchte ich etwas länger beim Entkernen. Sie sind also nichts für die superfaulen unter Euch ;)

Tipp:

Die Pflaumenkerne nicht wegwerfen! Man kann daraus ganz einfach einen leckeren Likör zaubern. Dafür eine leere Glasflasche zur Hälfte mit den Kernen füllen und ordentlich Rohrzucker darüber geben. Anschließend mit einem klaren Schnaps aufgießen und an einem kühlen Ort einige Wochen ziehen lassen.Danach durch ein feines Sieb geben und genießen: Pur, auf Eis oder im Glühwein!



Nachdem alle Zwetschgen entkernt sind (bei mir 2kg), werden diese mit 200g bis 250g Zucker (braun und weiß gemischt) vermischt. Nun können die Früchte für eine Stunde Wasser ziehen oder man kocht sie kurz auf und beschleunigt den Prozess. Ich gebe dabei schon eine Zimtstange und Zimtpulver dazu. Außerdem mörsere ich noch ein paar Nelken und ggf. Kardamom. Alles zusammen soll dann bei 180°C für mind. 2 Stunden in den Backofen. In der ersten Zeit müsst ihr einen Kochlöffel zwischen die Tür stecken, damit die Luft entweichen kann. Zwischendurch hin und wieder umrühren, damit die oberen Pflaumen nicht komplett verbrennen.

Zum Ende der Backzeit könnt ihr beginnen, die Marmeladengläser kurz in kochendes Wasser zu geben, damit sie keine Bakterien enthalten und das Pflaumenmus lange haltbar wird.

Wenn ihr die Zwetschgen aus dem Ofen holt, denkt bitte daran die Zimtstange zu entfernen. Dann könnt ihr die Masse grob pürieren und in die Marmeladengläser füllen. Sofort gut verschließen und auf dem Kopf auskühlen lassen.

Danach kommt der vielleicht schönste Teil: Die Dekoration. Ich verschönere die Marmeladengläser gerne mit selbstgestalteten Etiketten und einem kleinen Stoffrest mit Tüdelband.

Sonntag, 20. September 2015

Zurück aus der Sommerpause mit einer herbstlichen Kürbis-Pizza!

Ja, es ist schon eine ganze Weile her, seit ich meinen letzten Post formuliert habe. Zu viel stand bei mir auf der ToDo-Liste: Vom Hochzeitsmarathon, über Turnierorganisation bis hin zum Korrekturlesen von einer Masterarbeit. Aber da jetzt langsam herbstliche Ruhe einkehrt, kann ich mich wieder mit anderen schönen Dingen befassen. Und dazu gehört ganz sicher das Ausprobieren neuer Rezepte. Mein Lieblingsblog für leicht ausgefallene, aber nicht zu abgedrehte Rezepte ist veggi.es . Ich habe von ihr schon sehr viel nachgekocht und wurde noch nie enttäuscht. Als dort in der vergangenen Woche ein Rezept für eine Kürbispizza mit Kichererbsenboden auftauchte, bekam ich sofort Lust, sie nachzubacken. Denn sie kombiniert großartige Herbstzutaten (Kürbis, Spinat) mit einem orientalen Einfluss (Kichererbsen im Belag und Boden + Harissa Paste).

Das Teig-Dilemma


Besonders gespannt war ich auf den Boden, denn ich habe zuvor noch nie mit Hartweizengries und Kichererbsenmehl gebacken. Da ich vergessen habe, Leinsamen zu kaufen, musste ich es durch Chia-Samen ersetzen. Bei der Menge war ich mir nicht ganz sicher, da Chia anscheinend deutlich stärker quillt. Geschmeckt hat es am Ende trotzdem. Mit dem Teig hatte ich allerdings noch ein paar Probleme. 

Nachdem ich alle Zutaten zusammengemixt hatte, war die Konsistenz noch sehr klebrig. Also habe ich noch eine ganze Menge mehr Mehl und Gries dazugegeben, bis ich einen Klumpen formen konnte. Das beschriebene Ausrollen zwischen den beiden Backpapier-Blättern hat zunächst einen guten Eindruck gemacht. Zumindest bis ich versucht habe, eines wieder abzuziehen. Vollkommen unmöglich: An beiden Blättern klebte ungefähr die Hälfte des Teiges. War ich genervt. Also habe ich das Blech zum Vorbacken fluchend MIT den beiden Backpapierschichten in den Ofen gegeben.

Zuvor habe ich auch noch den Fehler gemacht, den rohen Teig zu probieren. Ich bin beim Kochen einfach eine Naschkatze. Und zu diesem Zeitpunkt war ich mir dann sicher, dass die Pizza ein Reinfall wird. Der rohe Teig war irgendwie ungenießbar. Gott sei Dank habe ich trotzdem nicht abgebrochen, sondern weitergearbeitet. Nach fünf Minuten im Ofen konnte ich das obere Blatt dann auch problemlos abziehen. Und eine gehärtet Ecke des Bodens prophezeite einen besseren Geschmack nach dem Backen. Puh - gerettet!

Dann ging es an den Belag:


Das Kürbispüree hat schon einen wundervollen Geruch verströmt und schmeckt auch pur total lecker. Da ich einen ganzen Kürbis verwendet habe, konnte ich ein Marmeladenglas füllen und als Brotaufstrich in den Kühlschrank stellen.

Im Rezept von Lea war frischer Spinat vorgesehen, den ich allerdings leider nicht bekommen habe. Darum musste ich auf ein TK-Produkt zurückgreifen, welches ich vorher kurz blanchiert und danach gut ausgepresst und gesalzen habe.

Den marinierten Tofu wollte ich außerdem durch Räuchtofu ersetzen (war noch vom Vortag übrig) und es passte hervorragend!Ich kann zwar kein Urteil über den marinierten Tofu geben, aber die Räuchernote bei meiner Version war wirklich ein kleines Highlight.

Mein Fazit

Das Rezept ist ganz wunderbar geeignet für einen Sonntagnachmittag bei kühlem Wetter. Der Aufwand lohnt sich definitiv für alle Kürbis-Liebhaber, die eine Vorliebe für orientalische Gewürze haben. Ich werde sie bestimmt noch einmal wiederholen und mich am Teig weiter probieren. ;)

Montag, 3. August 2015

Ratzfatz Bananen-Erdnussbutter-Eis



Es ist Soooooommer! Bei diesem Bombenwetter bekommt man doch glatt Lust darauf in der Sonne zu sitzen: Sonnenbrille aufsetzen und in der Hand ein schönes, kühles und erfrischendes Eis.

"Können Veganer denn überhaupt Eis essen?" 


Ja, können und dürfen sie. Die allermeisten Fruchtsorbets enthalten keine tierischen Bestandteile. Von Mango und Erdbeere über Johannisbeere bis zu Zitrone darf also nach Herzenslust geschlemmt werden. Und auch so bieten immer mehr Eisdielen "Milcheis" auf Pflanzenbasis an. Da stehen endlich den klassischen Vanille- und Schokofans alle veganen Möglichkeiten offen. Einige Supermärkte haben das Angebot inzwischen zusätzlich erweitert und schließen damit die Angebotslücke zwischen Wassereis und Fruchtsorbet, wenn es mal schnell gehen muss. Edeka zum Beispiel bietet Eisbecher von Paradieseis auf Sojabasis an.

Was aber viel mehr Spaß macht, ist die eigene Herstellung von veganen Eis. Das geht auch ohne Eismaschine hervorragend, wenn man zum Beispiel das Fruchteispulver von Diamant zur Hilfe nehmt. Und so habe ich in den letzten Tagen spontan ein eigenes Bananen-Eis zusammengerührt, hier ist mein Rezept:

 

Bananen-Erdnussbutter-Eis mit Schokosplittern


420g geschälte Bananen (ca. 4 Stück)
30g Erdnussbutter (ca. 1 großer Esslöffel gehäuft)
50g Mandelmilch
100g Schokosplitter Zartbitter
1 Packung Fruchteispulver

Die Bananen mit der Erdnussbutter und Mandelmilch fein pürieren. Dann das Fruchteispulver untermixen (geht auch mit dem Pürierstab ganz gut) und zum Schluss die Schokosplitter einrühren. Diese dickflüssige Masse in eine flache Form verstreichen und für mindestens 4 Stunden kalt stellen, besser über Nacht. Schmeckt gut, wenn man sie direkt aus der Form löffelt. ;) Alternativ könnt ihr sie auch in verschiedene Dessertschalen füllen und mit Schokosauce oder frischen Früchten und Nusskrokant servieren.

Habt ihr denn auch einen veganen Eisfavoriten?


Mittwoch, 15. Juli 2015

Pasta mit gegrillter Zucchini und Knoblauch-Tomatensoße



Wenn's mit dem Essen mal wieder schnell gehen muss, kommt meistens Pasta auf den Tisch. Jaja, so richtig gesund ist das natürlich nicht. Deswegen gebe ich zur Tarnung auch immer etwas Gemüse dazu. In diesem Fall mein aktuelles Sommerhighlight: Zucchini. Von vielen zu Unrecht als langweiliges, labbriges Gurkenzeug verschmäht. Im Gegenteil: Wenn man das Kürbisgewächs richtig zubereitet ist es weder sabschig, noch fad. Was man dafür tun muss?

Gegrillte Zucchini


Zuerst eine Zucchini in etwa 1-2 Zentimeter breite Scheiben schneiden. Auf einem Brett ausbreiten und mit Salz bestreuen. Da lässt man die Zucchini ein bisschen ruhen und kümmert sich um andere Sachen (Nudelwasser aufsetzen, Tomatensauce anrühren). Wenn die Zucchini von der einen Seite Wasser gezogen haben, einmal umdrehen und wieder mit Salz bestreuen. Dann könnt ihr euch um die Nudeln kümmern und wichtig in der Soße rühren. Dann nehmt ihr euch einen Pinsel und streicht die Zucchini dünn mit Olivenöl ein. In der Zwischenzeit eine Pfanne ordentlich heiß werden lassen. Die Zucchini mit der mit Öl-Seite unten reinlegen und dabei die nun obere Hälfte mit Öl bestreichen. Kurz warten, bis sich braune Bläschen an der Unterseite bilden - dann umdrehen. Wenn die andere Seite auch angebräunt ist, könnt ihr die Zucchini aus der Pfanne holen und in Stäbchen schneiden.

Knoblauch-Tomatensoße


Für die Tomatensoße nehme ich einfach passierte Tomaten, Zwiebeln (glasig), Oregano, Thymian (gerne frisch), Rosmarin und Salz. Alles miteinander abschmecken, bei Bedarf noch etwas braunen Zucker und Reismilch dazugeben - dann wird die Säure von den Tomaten etwas gedämpft. Kurz vor dem Servieren etwas frischen, gepressten Knoblauch unterheben - dann nicht mehr aufkochen lassen.

Das Finale


Die Nudeln koche ich bissfest und schwenke sie danach in etwas Öl. Darauf gebe ich gerne noch etwas Kräutersalz. Alles auf dem Teller anrichten und genießen.

Guten Appetit!

Dienstag, 23. Juni 2015

Vegane Lieblingsprodukte im Juni

Heute möchte ich Euch meine aktuellen Lieblingsprodukte vorstellen, die ich vor Kurzem entdeckt und für gut befunden habe.

  1. Lange war ich auf der Suche nach veganen Sneakers, die nicht nach Ökotretern aus dem letzten Jahrhundert aussehen. Der Skechers Go Walk City sind in meiner Lieblingsfarbe (pastellblau!) verfügbar und sind ohne tierische Bestandteile (Kunstleder und Textil).
  2. Bei DM habe ich kurzerhand zum Ausprobieren nach dem Lavera Apfelshampoo gegriffen - ohne Silikone aus regionalem Anbau klang schon gut, mit viel Feuchtigkeit gerade jetzt im Sommer für Sonnenstrahlen und Chlorwasser noch besser. Der erste Versuch hat mir gefallen: Die Haare haben "gequietscht" - das mag ich, weil es ein Zeichen für wirkliche Sauberkeit ohne Silikone ist. Trotzdem waren die Haare leicht kämmbar und sie lassen sich gut stylen. Für mich bisher das beste vegane Shampoo!
  3. Meine Schwester schenkte mir einige Hofgemüse Brotaufstriche, die ihr im Reformhaus empfohlen wurden. Peters Paprika Trio ist mein Favorit. Der ließ sich auch wunderbar für eine Mini-Quiche zum veganen Winetasting verwerten. Dafür einfach kleine Kreise aus Blätterteig stechen, in Muffinförmchen geben und Mais darauf verteilen. In den vorgeheizten Backofen (200°C) geben, bis der Blätterteig leicht gebräunt ist.
  4. Ich weiß, das Sylter Dressing von Kühne hat wohl schon jeder Veganer Blogger in Deutschland getestet und gelobt. Da kann ich mich nur anschließen - endlich ein tolles veganes Salatdressing, das man im normalen Supermarkt kaufen kann. Ich habe mir jetzt endlich einen Rucola-Romana-Salat mit Paprika, Tomate und gegrillter Zucchini gegönnt. Herrlich, sommerlich, frisch!
  5. Dieses schöne T-Shirt habe ich im Avocado Store entdeckt und mich sofort verliebt. Besonders gut gefällt mir die geknöpfte Rückenpartie. Es besteht zu 100% aus Bio Baumwolle, die Knöpfe sind aus Steinnuss und damit Plastikfrei. So macht shoppen Spaß!

Mit diesen tollen Produkten kann der Sommer kommen. Welche veganen Lieblinge habt ihr in den letzten Wochen so neu entdeckt?

Grüne Grüße

Freitag, 19. Juni 2015

Spargelsalat mit Erdbeeren und Walnüssen {Vegan Wednesday}

Grillwetter haben wir hier gerade wirklich nicht - dafür muss ich die letzten Tage der Spargel- und Erdbeerzeit noch einmal kräftig ausnutzen. Außerdem würde sich mein heutiges Rezept für den Vegan Wednesday (gesammelt wird bei Regina von muc.veg) auch wunderbar für jedes Grillbuffet eignen. Hier kommt also mein Spargelsalat mit Erdbeeren und Walnüssen (die im Bild leider nicht zu sehen sind).

Ihr braucht dafür:


Salat:
  • 500g grünen Spargel
  • Ein Paket Rucola Salat
  • 300g Erdbeeren
  • Eine Hand voll Walnüsse

Spargelmarinade:
  • Agavendicksaft
  • Senf
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Salz / Pfeffer

Salatdressing:
  • 1 Orange
  • Walnusskernöl
  • Agavendicksaft
  • Balsamicoessig (weiß)
  • 1 kleine, rote Chili
  • 1 Vanilleschote
  • Salz / Pfeffer


 

Zubereitung:


Zunächst das untere Drittel des grünen Spargels schälen und in Stücken in eine Auflaufform geben. Dann eine Marinade aus den oben genannten Zutaten rühren und über den Spargel geben. Das Ganze gut abdecken (der Spargel soll nicht austrocken) und bei 180°C Ober/Unterhitze in den Backofen geben. Alle 2 Minuten einmal durchmixen, damit die Marinade auch überall einzieht.Wenn der Spargel bissfest gegart ist, aus dem Backofen holen und abgedeckt abkühlen lassen. Bei Bedarf noch einmal nachsalzen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und klein schneiden, den Rucola waschen und trocken schleudern und etwas klein rupfen (je nach Geschmack). Die Walnüsse in der Pfanne leicht anrösten.

Für das Dressing drei Esslöffel Saft von einer frischen Orange mit dem Mark einer Vanilleschote und nach Bedarf klein geschnittener Chili sowie etwas Agavendicksaft in einem Topf erhitzen. Mit Walnusskernöl, und Balsamicoessig (vegan z.B. von Alnatura) abschmecken. Mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Alles Zusammen schön auf einem Teller anrichten.

Dazu gab es schnelles Kräuter"butter"brot. Dazu Pflanzenmargarine mit Kräuterbuttergewürz mixen (in meinem Fall eine Hälfte Kräuterbuttergewürz und eine Hälfte Bruschetta-Pasten-Gewürz). Ein Aufbackbaguette schräg alle 2-3cm bis zum unteren Rand einritzen und darin die Margarine streichen. Im Ofen backen, bis das Baguette leicht gebräunt ist.

Von meinem Mittagessen in der Kantine habe ich leider kein Foto. Ich musste da auch etwas improvisieren: weißer Stangenspargel mit Pommes (und Ketchup...). Ja, das klingt etwas merkwürdig, aber ich mag hat keine Kartoffeln im Ur-Zustand. Und mir hat es geschmeckt, trotz der irritierten Blicke beim Bezahlen. ;)


Montag, 15. Juni 2015

Wie man ein veganes Wine Tasting ausrichtet {free printables}



In den letzten drei Wochen war es hier etwas ruhiger. Warum? Ich hatte alle Hände voll mit meinen Geburtstagsvorbereitungen zu tun. Das Highlight sollte ein veganes "Blind Wine Tasting" sein. So hatte ich die Möglichkeit, mich durch viele verschiedene Weine zu probieren und gemeinsam mit meinen Freunden einen Gewinner auswählen.

Schritt 1 lag darin, 5 vegane Weine zu finden. Gar nicht so einfach, wenn man nicht Unmengen an Geld ausgeben möchte (ich habe allerdings auch viel zu viel gekauft...). Ich habe mich daher auf Supermarktweine beschränkt, anstatt meinem ersten Instinkt (Online Bestellung) zu folgen. Dazu wollte ich verschiedene Länder und Rebsorten. Meine Gäste bevorzugen Weißwein. Darum habe ich drei verschiedene Weißweine ausgewählt, einen Rotwein und einen Rosé.

Die Weine 


Besonders spannend war für mich der Aspekt, ob die teuren Weine am Ende auch am meisten Tester überzeugen würden. Daher war ein breites Preisspektrum für mich wichtig, es reichte von 2,49€ bis 5,99€ pro Flasche.

  1. Schneekloth Noblesse Silvaner, Preis: 4,99€, gekauft bei Famila, vegan laut Etikett
  2. Sumerton Sauvignon Blanc, Preis: 2,49€, gekauft bei Aldi, vegan laut Produktanfrage Aldi Nord
  3. Alnatura, LaMancha Blanco, Preis: 3,49€, gekauft bei Budni, vegan laut Etikett
  4. Sontino Sangiovese, Preis. 5,99€, gekauft bei Edeka, vegan und Bio laut Etikett
  5. Gallo White Zinfandel Rosé, Preis: 4,99€, gekauft bei Famila, vegan laut Peta2

Für 20 Gäste wollte ich 5 x 6 Flaschen kaufen. Da von dem Rotwein nicht mehr genug Flaschen vorrätig waren, habe ich davon nur 3 Flaschen gekauft und das hat vollkommen gereicht. Wie gesagt: Es war mehr als genug Wein vorhanden. Insgesamt wurden nur 13 Flaschen getrunken - es sind jedoch auch ein paar Gäste mit dem Auto gekommen. Jetzt habe ich noch genug Vorrat für eine zweite Verkostung.

Wie ihr hier seht, habe ich die Flaschen noch präpariert. Das hatte mal ausnahmsweise weniger optische Gründe. Ich wollte einfach nicht, dass meine Gäste nach Etikett bewerten, also habe ich sie vorher mit Papier abgeklebt und Nummern aufgeschrieben. Über der Weinbar hingen dann Hinweiszettel, die ein paar Fakten über die einzelnen Weine verraten sollten: Herkunftsland, Aromen, Jahrgang, Alkoholgehalt usw.

Wenn ihr das Wine Tasting zuhause nachstellen möchtet, könnt ihr Euch die Hinweiszettel hier ausdrucken. Dann einfach entlang der äußeren Umrandung schneiden und mittig auf schwarzes Papier kleben.

Bewertungsbögen


Für jedes Glas Wein sollte dann ein Bewertungsbogen ausgefüllt werden, der sich an dem europäischen 20-Punkte Schema orientiert. Es war schon ein sehr kommunikativer Austausch, wir hatten alle wahnsinnig viel Spaß daran. Da wurden Gläser in die Höhe gegen das Licht gehalten ("Ist der Wein eher klar oder kristallklar?"), fachmännisch geschnüffelt ("Aaah, sehr reintönig") und genussvoll geschlürft ("Eindeutig ein charaktervoller Wein!").
Gerne könnte ihr Euch mein Layout für die Bewertungsbögen hier herunterladen (ich drucke 2 Stück pro Seite - dann brauchen aber einige eine Lesebrille).

Snacks


Dazu gab es dann hauptsächlich vegane Snacks. Mein Freund hat sich allerdings noch Käse gewünscht, also habe ich welchen serviert, aber natürlich nicht selbst gegessen. Außerdem gab es:

  • Selbstgemachtes Bruschetta
  • Mini Quiches mit Paprika-Creme und Mais
  • Tomaten-Tofu-Spieße
  • Erdbeeren
  • Weintrauben
  • Oliven
  • Cracker und vegane Dips (gekauft)
  • Zartbitterschokolade in drei Sorten (normal, Chili, Orange)
Außerdem wurde mir noch eine vegane Erdbeer-Marzipantorte und ein Rhabarber-Kuchen gebacken. Mhmmmm....

Das Ergebnis

Die Auswertung der Bewertungszettel haben wir noch am späten Abend vorgenommen. Da nicht jeder Gast sämtliche Weine probiert hat, gab es immer eine unterschiedliche Anzahl an Stimmen. So konnten wir natürlich nicht die Gesamtsumme nehmen, sondern nur einen Durchschnittswert. Gestrichen wurden vorher jeweils die höchste und die niedrigste Bewertung, damit wir Ausreißer raus rechnen.

Das Ergebnis war dann eindeutig: Die meiste Zustimmung fand sofort Wein Nr. 1 - davon wurde auch am Meisten getrunken. Die Durchschnittsnote lag bei 12.71 Punkten. Das war auch mein persönlicher Favorit. Der Rosé hingegen hat mir gar nicht geschmeckt (viel zu süß) wurde aber von vielen Gästen hoch gelobt - da sieht man wie unterschiedlich die Geschmäcker sind.

Die gesamte Platzierung auf einen Blick:

  1. Silvaner Wein Nr. 1 (12,57 Punkte)
  2. Rosé Wein Nr. 5 (10,66 Punkte)
  3. Sumerton Wein Nr. 2 (10,5 Punkte)
  4. Sangiovese Rotwein Nr. 4 (9,875 Punkte)
  5. LaMancha Wein Nr. 3 (9,75 Punkte)

Alles in allem war es ein toller Abend, der mir sehr gut in Erinnerung bleiben wird. Nicht so gut war der nächste Morgen. Obwohl ich gar nicht so viel getrunken habe (immer nur kleine Schlücke von den verschiedenen Weinen und zwischendurch Wasser) hat der Mix meinem Kopf nicht so gut getan..

Habt ihr einen der Weine schon einmal getrunken? Wie hat er euch geschmeckt?




Donnerstag, 14. Mai 2015

Bärlauchpesto-Nudelsalat mit grünem Spargel {Vegan Wednesday)



In dieser Woche möchte ich gerne wieder ein Rezept für den Vegan Wednesday (Sammlung bei Petzi) beisteuern. Wir haben ein kleines Familiengrillen veranstaltet und ich kümmerte mich um einen veganen Nudelsalat. Dazu gab es noch allerlei anderes Pflanzenzeug, sodass ich lange nicht mehr so satt und zufrieden vom Tisch aufgestanden bin:


Meinen Teller habe ich beladen mit einem Rucola-Salat an Erdbeerdressing, einer Süßkartoffel vom Grill, Maiskolben, Seitan-Bratwürstchen (Alnatura) und besagtem Bärlauchpesto-Nudelsalat mit grünem Spargel und Cocktailtomaten. Das Rezept ist ganz einfach (es reicht für eine richtig große Schüssel):

100g Bärlauch waschen und die harten Stiele entfernen. Mit dem Messer etwas vorschneiden und zusammen mit einer Hand voll Cashewkernen (gesalzen) und Olivenöl pürieren. Das Olivenöl dabei Esslöffelweise dazugeben, bis das Pesto eine geschmeidige Konsistenz erreicht hat. Mit Salz abschmecken. 

400g Nudeln in Salzwasser nach Packungsanleitung garen und anschließend mit kaltem Wasser abschrecken. 

Eine Packung grünen Spargel (500g) nehmen und das untere Drittel schälen. Danach die holzigen Enden abtrennen. Ich schneide den Spargel dann schon in kleine Stücke (kommt ja eh in den Salat) und koche ihn nur für max. 5 Minuten. Abgießen und vorsichtig kalt abschrecken.. 

Die Cherrytomaten einfach in mundgerechte Stücke schneiden. Alles zusammenrühren und ggf. noch etwas nachwürzen oder etwas Olivenöl dazugeben.

Tipp: Den Nudelsalat kann man auch als Hauptgericht warm genießen. Dafür einfach die Zutaten in der Pfanne warm werden lassen. 

Die Bratwürstchen von Alnatura schmecken mir übrigens bisher am Besten. Die Konsistenz ist schön bissfest und der Geschmack dezent. Und ich finde es halt hin und wieder ganz nett, etwas anderes auf den Grill zu legen (anstatt nur Gemüse). Habt ihr noch andere Tipps für den Grill?




Mittwoch, 13. Mai 2015

Über die Schwierigkeit eine Grenze zu ziehen {#BloggerDenkenNach}



Unter #BloggerDenkenNach werden auf Average Pony monatlich neue Themen der Aspekte "nachhaltig, fair und ökologisch" zur Diskussion gestellt. Anfang Mai wurde das spannende und aktuelle Thema

"Von Aal bis Zebra - Wen esse ich, wen nicht?"


ausgewählt, für das ich zum ersten Mal posten möchte. Eine einfache Antwort wäre für mich natürlich: Keinem einzigen Lebewesen sollte für unseren Genuss Leid zugefügt werden - denn sie sind alle gleich viel Wert. Man merkt: Ich lebe vegan. Meine persönlichen Gründe für diese Entscheidung, findet ihr unter "Warum vegan". Die Antwort auf diese Frage ist für mich jedoch eine andere, denn ich interpretiere das Thema etwas offener: Wo liegt bei mir eine Grenze beim Konsum tierischer Produkte? Oder: Wie weit gehe ich mit meiner Einstellung, keine tierischen Produkte zu konsumieren? Und wie weit gehe ich damit anderen Menschen auf den Wecker?

Schön wäre es ja, wenn kein Tier leiden müsste. Um das von heute auf morgen zu erreichen, bestünde jedoch nur die Möglichkeit, alle Menschen sofort zu Veganern zu erklären. Schade nur: In einer aufgeklärten, freien Welt darf keine Lebensweise und Glaubensrichtung von einer zentralen Macht vorgegeben werden. Ich bin schließlich FÜR die Demokratie. Ich befinde mich also in einem Schlamassel, denn ich muss offensichtlich in einem Wirtschaftssystem leben, das für mich falsch und für die Tiere brutal und würdelos ist. Aber zumindest demokratisch. Ich bemühe mich, das zu tolerieren und mich damit zufrieden zu geben, dass gerade ein kleines Umdenken in der Bevölkerung stattfindet. Und doch fällt es mir schwer, freundlich zu nicken, wenn mein Gegenüber mit dem Mund voller Salami stolz verkündet, dass er nur "Gutes" Fleisch kauft und sowieso nur sehr selten.

Das ist doch keine Grenze, das ist Selbstbetrug?


"Ich würde auch gerne vegan leben - aber auf Käse könnte ich niemals verzichten!". Was soll ich dazu noch sagen? Dass jeder einzelne Mensch definitiv in der Lage wäre, auf Molkereiprodukte zu verzichten? Und es obendrein auch noch sehr gesund sein KANN (Achtung: Hier ist jeder Mensch eigenverantwortlich in der Pflicht).

Wer gibt mir schon das Recht, so zu urteilen. Schließlich bin ich nicht allwissend und außerdem habe ich gestern erst ein Gericht gegessen, von dem ich im Nachhinein erfuhr, dass ein Löffel Honig untergerührt wurde. BÄM: Der Titel für den "schlechtesten Veganer des Monats" geht an grünartig! Aber keine Sorge: Dafür habe ich dann gleich ein HEIDENgeld auf dem ökologischen Wochenmarkt für regionalen Spargel ausgegeben. Hat ein bisschen was von Ablasszahlung zum Erlass meiner Sünden, oder?



Fakt ist, dass die Formel: "Je konsequenter der Verzicht, desto besser der Mensch" nicht aufgeht. Es ist doch schließlich so: Rutsche ich mit einem ablehnenden, überheblichen Auftreten in das soziale Aus, kann ich niemanden zum Nachdenken inspirieren, sondern schrecke nur ab. Dann sind wir Veganer im besten Fall Spaßbremsen, im schlechtesten schon Extremisten. Aber wenn ich wirklich an den "Veganismus" glaube, dann habe ich doch die Aufgabe, Menschen durch gute Argumente langfristig zu überzeugen. Da hilft es nichts, wenn der Lebensstil als Modetrend gehypt wird und in zwei Jahren seinen Reiz verliert.

Der Veganismus entsteht aus sich selbst und ist darauf angewiesen, dass er sich ausbreitet. 


Denn nur das bringt die Industrie zum Umdenken, die Tierhaltungbedingungen zu verbessern und Massentierhaltung komplett abzuschaffen. Als kleine pseudoelitäre Randgruppe hilft das Prinzip niemandem. Dazu gehört dann auch, oppositionelle Nichtveganer von der Überzeugung zu begeistern, anstatt sie zu bekämpfen (wie es leider hier geschah). Diplomatie als Lichtschwert-Joker quasi.

Aber wie schafft man das? Vielleicht sind das gerade die oben genannten "Grenzen"? Kleine Erfolge feiern, auch wenn sie nicht konsequent sind. Schritt für Schritt vorangehen und niemanden für die eigene Einstellung verurteilen. Aufklären ohne erhobenen Zeigefinger und Hilfe leisten, wenn sie gebraucht wird.

Mein Fazit


Anstatt sich auf ein Schwarz-Weiß Denken zu versteifen (Darf ich jetzt diesen Essig über mein Salat geben oder muss ich dafür eine halbe Stunde hungrig die Herkunft im Internet recherchieren?), sollte man pragmatisch bleiben. Nachdenken hilft immer, gutes Tun sowieso und Spaß am Leben sollten wir uns bewahren. Nur so verbreitet man seine Ideale positiv und kann ein Vorbild für andere Menschen sein.

Ich also freue mich ab sofort, wenn mir Freunde von ihren Versuchen berichten, eine Woche ohne Fleisch zu leben. Wir alle fangen klein an, wir alle scheitern mal. Wer ist schon perfekt?

Menschen mit ihrem angeborenen Egoismus sicher nicht - wenn überhaupt, dann sind es die Tiere.


Mittwoch, 22. April 2015

Fruchtige Tomatensuppe mit Basilikum und Majoran {Vegan Wednesday}



In der letzten Woche hatte ich leider keine Zeit für ein richtiges Essen. Es hätte sich also nicht gelohnt, über ein trockenes Brötchen und einen langweiligen Salat am Abend zu berichten. Das sieht heute ganz anders aus, und so kann ich wieder am Vegan Wednesday teilnehmen. Gesammelt wird in dieser Woche bei From Veggie to Vegan. Petzi wünscht sich, passend zum Wetter, Eis und chillige Terrassenfotos - da muss ich leider passen. Aber der Reihe nach:

Zum Frühstück gibt es bei mir täglich das Gleiche: Frisch und mit der Hand aufgebrühter Filterkaffee. Aber nicht irgendeine Sorte, sondern mein liebster Honduras Bio Kaffee von Torrefaktum. Ich wünschte, ich könnte euch den unglaublichen Duft der frisch gemahlenen Bohnen jetzt auch nur annähernd beschreiben. Das ist ein olfaktorisches Meisterwerk, Grenouille würde durchdrehen. Also: Wenn ihr aus Hamburg kommt, oder zu Besuch seid, müsst ihr dieser Kaffeerösterei in Ottensen unbedingt einen Besuch abstatten und selbst riechen. Vor Ort könnt ihr dann tolle Kaffespezialitäten genießen (auch mit Sojamilch) oder für Zuhause mitnehmen.

Mein Mittagessen bestand dann aus einer super fruchtigen Tomatensuppe, die ich mir gestern noch schnell für das Abendessen mit meinem Freund gezaubert habe:


Zum Nachkochen müsst ihr 5 große Tomaten und eine mittelgroße Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Die Zutaten mit etwas Chili- und Olivenöl, einer Hand voll frischem Basilikum und ein paar Zweigen Majoran und Thymian sowie Knoblauch im Topf anbrutzeln. Anschließend mit 300ml Gemüsebrühe ablöschen und die Masse bis zur gewünschten Sämigkeit pürieren. Salzen und Pfeffern, bei Bedarf noch Oregano und Chili nachwürzen. Dann zwei Päckchen passierte Tomaten dazugeben, alles gemeinsam köcheln lassen und durchziehen lassen.Dazu passt hervorragend frisches Ciabatta vom Bäcker oder Reis. Die Menge reicht locker für drei hungrige Personen als Hauptspeise. Gestern Abend war das schon lecker, aber am zweiten Tag hat die Suppe noch an Geschmack gewonnen. Die Gewürze und Kräuter sind über Nacht erst richtig durchgezogen. Mega lecker!

Nach dem Mittagessen bin ich noch schnell über den Wochenmarkt geflitzt und habe mir Obst und Gemüse gekauft. Einen frischen Gala-Apfel aus dem Alten Land gab es dann als Nachmittagssnack, damit ich vor lauter Hunger beim Gitarrenunterricht nicht vom Stuhl falle.

Zum Abendbrot habe ich Möhren und Brokkoli vom Wochenmarkt gedünstet. Und nein, ich bin nicht auf Diät: Dazu gab es eine Basilikum-Bechamel auf Hafermilch-Basis. Mhmmm...

Das mit dem Eis hat also nicht geklappt und einen Grill habe ich auf meinem Balkon auch noch nicht stehen. Hoffentlich hält sich das Wetter noch bis zum Wochenende, dann hole ich alles doppelt und dreifach nach! Ich hoffe, beim Vegan Wednesday finde ich dann noch ein paar Anregungen für leckere Grillrezepte. Da bin ich nämlich noch nicht so gut ausgestattet.

Donnerstag, 16. April 2015

Leicht in den Frühling: Asiatischer Gurkensalat



Sobald sich die Sonne im Frühling etwas häufiger blicken lässt, bekomme ich mega Hunger auf gesunde und leichte Sachen. Mein Essen könnte rund um die Uhr aus knackigem Salat, frischem Obst, grünen Smoothies und kalten Suppen bestehen. Dann schlendere ich auch in der Mittagspause gerne über den Wochenmarkt und lasse mir an jedem Stand etwas aufschwatzen. Einer meiner schnellen Beilagen-Salatfavoriten ist ein asiatischer Gurkensalat. Der passt z.B. super zum Sushi oder anderen asiatischen Gerichten:

Ihr braucht:
1-2 Gurken (je nach Größe und Hunger)
5-6 EL Sojasauce*
1 TL geröstetes Sesamöl
2 EL Sherry*
4-5 EL asiatische Chilisauce (süß)*
Pfeffer
einige Sesamkörner

*natürlich in vegan ;)

Die Gurke waschen und mit der Schale in dünne Streifen raspeln. In einer kleinen Schüssel die flüssigen Zutaten mixen, mit Pfeffer abschmecken und über die Gurken geben. Wer mag kann auch noch etwas Ingwer darüber reiben. Den Salat für eine Stunde ziehen lassen, kurz vor dem Servieren noch einmal durchmischen und mit den Sesamkörnern bestreuen.

Mittwoch, 8. April 2015

Vegane Flammkuchen: Tomate-Kräuter und Frischkäse-Karotte {Vegan Wednesday}

Resteverwertung Deluxe! Von unserem Osterfrühstück hatte ich noch einen veganen Frischkäse und die grüne Kräuterpaste übrig. Eine letzte Karotte schrumpelte auch noch in der Küche vor sich hin. Klingt nicht so verführerisch, aber diese Zutaten zu einem leckeren Abendbrot verwandeln, ist überhaupt kein Problem.



Schnell einen Flammkuchenteig aus 250g Mehl, 2 EL Öl und 125ml Wasser herstellen und zu zwei kleinen Fladen dünn ausrollen.

Flammkuchen 1 habe ich mit dem Frischkäse bestrichen, Möhrenscheiben belegt und mit Kräutersalz bestreut.



Den zweiten Flammkuchen habe ich mit der Kräuterpaste bestrichen und kleingeschnittene getrocknete Tomaten darüber verteilt.



Die beiden Fladen in den vorgeheizten Backofen (230°C) und für 10-15 Minuten backen (je nach gewünschtem Bräunungsgrad).

Super schnell und mega lecker!

Als Variation kann ich mir für den Möhrenflammkuchen auch noch Zwiebeln vorstellen und der Tomatenflammkuchen würde super zu Rucola passen.

Freitag, 20. März 2015

5 vegane Einsteiger-Tipps: Einkaufen jetzt schnell, günstig und lecker

Als ich mit der veganen Ernährung begonnen habe, kam mir der Wochenendeinkauf meeega anstrengend, zeitintensiv und teuer vor. Jede Zutatenliste habe ich genauestens studiert und für meine veganen Rezepte musste ich mitunter mehrere Geschäfte anfahren. Bis ich dann endlich alles beisammen hatte, hing mir der Magen schon in den Kniekehlen. Zusätzlich waren viele Ersatzprodukte weder günstig noch genießbar. Ich hatte auch keinen veganen Bekannten im näheren Freundeskreis, der mich in den Supermarkt hätte begleiten können. Der mir abgeraten hätte von bestimmten Pflanzenaufstrichen oder Vurstsorten. Und der mir einen Basicvorrat von bestimmten Produkten empfohlen hätte. Ich kämpfte mich also selbst durch die Angebotsvielfalt, las viel in Blogs und probierte mich durch dutzende neue Gerichte. Meine Erfahrungen, Tipps und Tricks für Anfänger mit meinen Lieblingsprodukten, möchte ich hier gesammelt niederschreiben:

Tipp 1: Die vegane Notfallration: Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, für alle Fälle einen veganen Energieriegel in meiner Handtasche spazieren zu führen. Da man nicht mehr schnell "irgendwo was kleines" zu Essen kaufen kann, sollte man IMMER vorsorgen. Ich esse am liebsten diese Riegel von Budni: Alnatura Dattel Granatapfel. Der Preis liegt für diesen kleinen Riegel zwar bei 1,69€, aber der Energiegehalt ist sehr hoch, sodass die Reserven gut aufgetankt sind. Bei einem Bäcker würde man für ein belegtes Brötchen ja auch in etwa genauso viel bezahlen.

Tipp 2: Auf Vorrat kaufen: Ist ja eigentlich super logisch, trotzdem musste ich meine Einkaufsgewohnheiten darauf erst anpassen. Ich bin normalerweise der "Spontankäufer" und nicht der "Horter", aber hier sollte man sich besser organisieren. Daher kaufe ich die billige (0,99€) Soja-Reis-Milch von Aldi auf Vorrat. Da sie lange haltbar ist, habe ich jetzt immer genug davon im Haus. Auch viele Aufstriche sind lange haltbar und wenn man erstmal einen guten für sich entdeckt hat, sollte man großzügiger Einkaufen. Die Läden braucht man dann nicht so häufig anfahren, das spart auch Sprit und schont die Umwelt.

Tipp 3: Das Brot / Brötchen belegen: Wer hat schon ständig Lust auf Marmelade? Für mich musste schnell eine Alternative her. Das sind meine Favoriten:

1. Veggie-Aufschnitt von Aldi (GutBio, 2x7 Scheiben) - mein absoluter Favorit: Schmeckt leicht rauchig und lässt sich gut mit Saucen variieren
2. Pastasciutta von Lidl, tomatiger Aufstrich in einer kleinen Packung. Ist also aufgegessen, bevor es schlecht wird (ein großes Problem von mir).
3. Erdnussbutter mit Bananenscheiben: Ja, eine Kalorienbombe. Enthält aber auch gesunde Fette (wegen Erdnuss) und macht langfristig satt. Ist damit auch eine gute Wahl bei Heißhunger auf Süßkram.
4. Kräuter Aufstrich von Aldi: Ist eigentlich wie Pesto für das Brot, riecht dolle nach Knoblauch, ist aber hauptsächlich Bärlauch. Schön würzig, eine tolle Konsistenz und damit auch geeignet um Saucen für die Hauptmahlzeit zu verfeinern (denn das Glas ist recht groß).
5. "Wie Frischkäse" (bei Veganz gekauft). Ich nutze eine Packung um daraus verschiedene Frischkäsevariationen herzustellen: mit getrockneten Tomaten, Kräutern und Senf (Rezepte folgen :))

Tipp 4: Eine Essensmatrix anlegen: Damit genügend Abwechslung auf den Tisch kommt, habe ich mir eine Essensmatrix angelegt, um Gerichte unterschiedlich zu kombinieren und damit neue Gerichte zu kreiren. Ich beginne mit der Kohlenhydrate-Basis: Nudeln, Kartoffeln, Couscous, Reis, Gnocchi usw. ; dazu Liste ich alle Saucen auf: Arrabiata, Pesto, Curry... und gebe Gemüse dazu (Paprika, Tomaten, Spinat...), zum Schluss ergänze ich noch eine Proteinquelle, wie Nüsse oder Soja. Damit kann man bei Ratlosigkeit einfach die Spalten durchgehen und danach Einkaufen. Um die Einkaufszeit zu reduzieren und Kosten zu sparen, bietet es sich an, die Mahlzeiten im Voraus zu planen und die Zutaten dabei mehrfach zu verwenden.

Tipp 5: "Verrückte" Ersatzprodukte meiden: Ich lasse mich ja gerne von den neuesten Entwicklungen locken. Die Verpackung ist modern und verspricht das ultimative neue Geschmackserlebnis? Schon sitze ich in der Falle. Mittlerweile bin ich da realistischer und vernünftiger geworden. Ich glaube nicht mehr daran, dass Produkt XY vollkommen wie Gericht YZ schmeckt. Dafür wurde ich zu oft von Soja-Gyros, Käseersatz, Vurst und Seitan-Ente enttäuscht. Wie soll das auch schließlich gehen? Mittlerweile kaufe ich die Produkte viel gezielter - wenn ich z.B. auf mehreren Blogs positive Berichte gelesen habe, probiere ich es vielleicht auch mal aus. Aber Spontankäufe wegen schöner Verpackung kommen kaum noch vor.

Ich hoffe, dass ich mit diesen fünf Tipps dem einen oder anderen etwas helfen konnte. Welche Produkte könnt ihr denn empfehlen?


Dienstag, 3. März 2015

Vegane Brokkoli-Creme-Suppe



Zum Feierabend (gerne Freitags) gönne ich mir häufig frisch gekochte Suppen. Etwas Warmes zum Abendbrot finde ich einfach großartig, aber es sollte nicht zu schwer vor dem Schlafen sein. Meist läuft es auf meine liebste Tomatensuppe hinaus, die mal fruchtig, mal cremig, mal asiatisch oder mexikanisch daher kommt. Hin und wieder brauche ich trotzdem Abwechslung und gestern war mir total nach Brokkoli. In Suppenform war es früher die einzige Möglichkeit meiner Mutti, mich an dieses "furchtbare" Gemüse heranzuführen. Damals mit einem schönen Becher Schmand, Sahne und natürlich Butter. Mittlerweile mag ich Brokkoli sowohl als Beilage als auch als Suppengrundlage. Jetzt habe ich mich an einer veganen Variante probiert, die herrlich sämig und winterlich deftig schmeckt. Außerdem ist es schnell und einfach zu machen. Ihr braucht nur: