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Donnerstag, 21. Januar 2016

Paprika Ajvar Quiche mit Polentaboden vegan

Winterzeit ist Quiche-Zeit! Und da in diesem Gericht tausende Möglichkeiten schlummern, habe ich mich entschlossen selbst kreativ zu werden. Eine vegane Variante mit viel Gemüse, schön würzig und nicht so fettig wie das Original.



Dafür habe ich die Kalorienbombe Mürbeteig durch einen sämigen Polentaboden ausgetauscht. Der macht genauso schnell satt und enthält zusätzlich Eiweiß, Kalium, Magnesium und Kieselsäure. Gerade letzteres ist wichtig für unseren Haut-Stoffwechsel und lässt uns daher nicht so schnell alt aussehen ;)

Die Basis für die Quiche sollte Paprika darstellen: Ein wahres Vitamin C-Wunder (140mg / 100g) und damit in der Erkältungszeit ein leckerer Booster für das Immunsystem. Die Ei-Masse wird in diesem Gericht, wie auch in den meisten bekannten veganen Rezepten, mit Seidentofu nachgestellt. Für alle Einsteiger: Den findet ihr z.B. beim Bio-Markt eures Vertrauens, in manchen Asia-Läden, natürlich bei Veganz und im Internet. Aufgepeppt wird die Füllung durch Ajvar - ein Paprikamus, dass ich gerne zum verfeinern bei vielen Saucen einrühre. Es kann auch als Brotaufstrich verwendet werden, dafür gibt es eine scharfe und eine milde Variante. In diesem Rezept habe ich das scharfe Ajvar verwendet, welches durch das Seidentofu ganz einfach abgeschwächt wird. Ajvar findet ihr in fast jedem gut sortierten Supermarkt.




Zutaten:


Der Polentaboden:
100g Maisgries (Polenta)
200g Wasser + 1 TL vegane Brühe
1 EL Alsan (oder andere vegane Pflanzenmargarine)
1 Prise Muskat


Den Maisgries in die heiße Brühe einrühren bis sich ein sämiger Brei ergibt. Dann Alsan zugeben und mit Muskat würzen. Etwa zehn Minuten quellen lassen. Anschließend die Polenta in die mit Backpapier ausgelegte Quicheform streichen und etwa 15 Minuten bei 180 Grad Umluft blind backen. In der Zwischenzeit:

Der Belag:
2 - 3 Paprika (je nach Größe)
1-2 Zwiebeln (nach Geschmack)
1 EL Öl
Paprika Pulver
400g Seidentofu
3 gehäufte EL Ajvar (scharf)
Salz, Pfeffer



Die Paprika in kleine Stücke schneiden und die Zwiebel fein hacken. Die Zwiebel in etwas Öl und Paprika Pulver anrösten. Den Seidentofu mit einem Handrührgerät rühren, bis sich eine homogene, glatte Masse entwickelt hat. Dann den Ajvar und die Zwiebeln unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Boden aus dem Backofen holen, mit der Paprika bedecken und die Tofumasse darüber gießen. Mit Paprikapulver bestäuben.

Im Backofen für weitere 35 Minuten backen, leicht auskühlen lassen (damit der Tofu wirklich stockt) und dann genießen.

Guten Appetit und grüne Grüße

Eure

Jassi







Sonntag, 10. Januar 2016

Vegane Pina Colada Torte

Happy Birthday to me! Im Januar wird mein Blog ein Jahr alt und das möchte ich mit Euch feiern. Frei nach dem Motto: "A party without cake is just a meeting" (Julia Child) habe ich eine wunderbare Pina Colada Torte kreiert. Natürlich 100% vegan.


Diese leckere Torte ist nach all der Feiertagsvöllerei herrlich erfrischend. Die Süße der Kokosnuss harmoniert perfekt mit säuerlicher Ananas und einem fluffigen Biskuit. Für mich eine Kombination, die man ganz bestimmt nicht nur dem Sommer vorbehalten sollte. Gleichzeitig ist die Torte schnell gemacht und man behält ein komplettes Glas Ananas Marmelade für das Frühstück übrig. 

Donnerstag, 26. November 2015

Rote-Bete-Quinoa-Salat mit Ingwer

Rote Bete und Ingwer sind eine unschlagbare Kombination für einen guten Start in die Erkältungssaison. Rote Bete besitzt viel Vitamin B und Eisen und Ingwer soll das Immunsystem ankurbeln. Außerdem sind beide zusammen auch unheimlich lecker: In einer warmen Suppe, im frisch gepressten Saft mit Karotte oder halt in einem knackigen Salat. Als ich in einem südafrikanischem Café die Kombination mit Quinoa und Sesam-Dressing kennengelernt habe, wollte ich das Rezept gleich Zuhause ausprobieren.


Ihr braucht:

Für den Salat

  • 200g weißen Quinoa (z.B. diesen hier)
  • 2 kleine Rote Bete Knollen
  • einige Stängel frischen Koriander
  • nach Geschmack: Eingelegter Ingwer in Scheiben oder frischen Ingwer gerieben
  • Zwei Esslöffel Sesam

Den Quinoa nach Packungsanweisung im Wasser garen. In der Zwischenzeit die rote Bete fein reiben und den Koriander grob hacken. Alle Zutaten miteinander vermengen, dabei nach Geschmack eingelegten Ingwer (für die japanische Note) oder frischen, geriebenen Ingwer dazugeben. Das Dressing darüber geben und alles gut miteinander vermengen.

Für das Dressing:


  • 30ml Öl (neutral)
  • 30ml Essig
  • 2EL Sesamöl
  • 2EL Soja Sauce
  • 1EL Sweet Chili Sauce
  • 1-2EL Ahornsirup
  • Salz und Pfeffer

Alle Zutaten für das Dressing gut miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Lasst es euch schmecken und bleibt gesund!

Grüne Grüße

Jassi


Montag, 12. Oktober 2015

Zwetschgenliebe im Glas: Hausgemachtes Pflaumenmus

Sobald es die ersten Zwetschgen auf dem Markt zu kaufen gibt, kaufe ich mir schon einen großen Schwung und bereite mein allerliebstes Pflaumenmus zu. Denn gerade bei Marmelade schmeckt man den Unterschied zwischen gekauft und selbstgemacht ganz deutlich - und vor allem braucht man nicht ganz so viel Zucker nehmen. Das Pflaumenmus wird bei meinem Rezept für mehrere Stunden im Backofen eingekocht, ohne, dass irgendwelche Geliermittel benötigt werden. Das braucht zwar seine Zeit, zahlt sich am Ende jedoch absolut aus.
 
In diesem Jahr habe ich mir eine altdeutsche Zwetschgensorte ausgesucht, die zwar kleiner, aber dafür sehr viel aromatischer als die hochgezüchteten Supermarktzwetschgen ist. Dadurch brauchte ich etwas länger beim Entkernen. Sie sind also nichts für die superfaulen unter Euch ;)

Tipp:

Die Pflaumenkerne nicht wegwerfen! Man kann daraus ganz einfach einen leckeren Likör zaubern. Dafür eine leere Glasflasche zur Hälfte mit den Kernen füllen und ordentlich Rohrzucker darüber geben. Anschließend mit einem klaren Schnaps aufgießen und an einem kühlen Ort einige Wochen ziehen lassen.Danach durch ein feines Sieb geben und genießen: Pur, auf Eis oder im Glühwein!



Nachdem alle Zwetschgen entkernt sind (bei mir 2kg), werden diese mit 200g bis 250g Zucker (braun und weiß gemischt) vermischt. Nun können die Früchte für eine Stunde Wasser ziehen oder man kocht sie kurz auf und beschleunigt den Prozess. Ich gebe dabei schon eine Zimtstange und Zimtpulver dazu. Außerdem mörsere ich noch ein paar Nelken und ggf. Kardamom. Alles zusammen soll dann bei 180°C für mind. 2 Stunden in den Backofen. In der ersten Zeit müsst ihr einen Kochlöffel zwischen die Tür stecken, damit die Luft entweichen kann. Zwischendurch hin und wieder umrühren, damit die oberen Pflaumen nicht komplett verbrennen.

Zum Ende der Backzeit könnt ihr beginnen, die Marmeladengläser kurz in kochendes Wasser zu geben, damit sie keine Bakterien enthalten und das Pflaumenmus lange haltbar wird.

Wenn ihr die Zwetschgen aus dem Ofen holt, denkt bitte daran die Zimtstange zu entfernen. Dann könnt ihr die Masse grob pürieren und in die Marmeladengläser füllen. Sofort gut verschließen und auf dem Kopf auskühlen lassen.

Danach kommt der vielleicht schönste Teil: Die Dekoration. Ich verschönere die Marmeladengläser gerne mit selbstgestalteten Etiketten und einem kleinen Stoffrest mit Tüdelband.

Montag, 3. August 2015

Ratzfatz Bananen-Erdnussbutter-Eis



Es ist Soooooommer! Bei diesem Bombenwetter bekommt man doch glatt Lust darauf in der Sonne zu sitzen: Sonnenbrille aufsetzen und in der Hand ein schönes, kühles und erfrischendes Eis.

"Können Veganer denn überhaupt Eis essen?" 


Ja, können und dürfen sie. Die allermeisten Fruchtsorbets enthalten keine tierischen Bestandteile. Von Mango und Erdbeere über Johannisbeere bis zu Zitrone darf also nach Herzenslust geschlemmt werden. Und auch so bieten immer mehr Eisdielen "Milcheis" auf Pflanzenbasis an. Da stehen endlich den klassischen Vanille- und Schokofans alle veganen Möglichkeiten offen. Einige Supermärkte haben das Angebot inzwischen zusätzlich erweitert und schließen damit die Angebotslücke zwischen Wassereis und Fruchtsorbet, wenn es mal schnell gehen muss. Edeka zum Beispiel bietet Eisbecher von Paradieseis auf Sojabasis an.

Was aber viel mehr Spaß macht, ist die eigene Herstellung von veganen Eis. Das geht auch ohne Eismaschine hervorragend, wenn man zum Beispiel das Fruchteispulver von Diamant zur Hilfe nehmt. Und so habe ich in den letzten Tagen spontan ein eigenes Bananen-Eis zusammengerührt, hier ist mein Rezept:

 

Bananen-Erdnussbutter-Eis mit Schokosplittern


420g geschälte Bananen (ca. 4 Stück)
30g Erdnussbutter (ca. 1 großer Esslöffel gehäuft)
50g Mandelmilch
100g Schokosplitter Zartbitter
1 Packung Fruchteispulver

Die Bananen mit der Erdnussbutter und Mandelmilch fein pürieren. Dann das Fruchteispulver untermixen (geht auch mit dem Pürierstab ganz gut) und zum Schluss die Schokosplitter einrühren. Diese dickflüssige Masse in eine flache Form verstreichen und für mindestens 4 Stunden kalt stellen, besser über Nacht. Schmeckt gut, wenn man sie direkt aus der Form löffelt. ;) Alternativ könnt ihr sie auch in verschiedene Dessertschalen füllen und mit Schokosauce oder frischen Früchten und Nusskrokant servieren.

Habt ihr denn auch einen veganen Eisfavoriten?


Freitag, 19. Juni 2015

Spargelsalat mit Erdbeeren und Walnüssen {Vegan Wednesday}

Grillwetter haben wir hier gerade wirklich nicht - dafür muss ich die letzten Tage der Spargel- und Erdbeerzeit noch einmal kräftig ausnutzen. Außerdem würde sich mein heutiges Rezept für den Vegan Wednesday (gesammelt wird bei Regina von muc.veg) auch wunderbar für jedes Grillbuffet eignen. Hier kommt also mein Spargelsalat mit Erdbeeren und Walnüssen (die im Bild leider nicht zu sehen sind).

Ihr braucht dafür:


Salat:
  • 500g grünen Spargel
  • Ein Paket Rucola Salat
  • 300g Erdbeeren
  • Eine Hand voll Walnüsse

Spargelmarinade:
  • Agavendicksaft
  • Senf
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Salz / Pfeffer

Salatdressing:
  • 1 Orange
  • Walnusskernöl
  • Agavendicksaft
  • Balsamicoessig (weiß)
  • 1 kleine, rote Chili
  • 1 Vanilleschote
  • Salz / Pfeffer


 

Zubereitung:


Zunächst das untere Drittel des grünen Spargels schälen und in Stücken in eine Auflaufform geben. Dann eine Marinade aus den oben genannten Zutaten rühren und über den Spargel geben. Das Ganze gut abdecken (der Spargel soll nicht austrocken) und bei 180°C Ober/Unterhitze in den Backofen geben. Alle 2 Minuten einmal durchmixen, damit die Marinade auch überall einzieht.Wenn der Spargel bissfest gegart ist, aus dem Backofen holen und abgedeckt abkühlen lassen. Bei Bedarf noch einmal nachsalzen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und klein schneiden, den Rucola waschen und trocken schleudern und etwas klein rupfen (je nach Geschmack). Die Walnüsse in der Pfanne leicht anrösten.

Für das Dressing drei Esslöffel Saft von einer frischen Orange mit dem Mark einer Vanilleschote und nach Bedarf klein geschnittener Chili sowie etwas Agavendicksaft in einem Topf erhitzen. Mit Walnusskernöl, und Balsamicoessig (vegan z.B. von Alnatura) abschmecken. Mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Alles Zusammen schön auf einem Teller anrichten.

Dazu gab es schnelles Kräuter"butter"brot. Dazu Pflanzenmargarine mit Kräuterbuttergewürz mixen (in meinem Fall eine Hälfte Kräuterbuttergewürz und eine Hälfte Bruschetta-Pasten-Gewürz). Ein Aufbackbaguette schräg alle 2-3cm bis zum unteren Rand einritzen und darin die Margarine streichen. Im Ofen backen, bis das Baguette leicht gebräunt ist.

Von meinem Mittagessen in der Kantine habe ich leider kein Foto. Ich musste da auch etwas improvisieren: weißer Stangenspargel mit Pommes (und Ketchup...). Ja, das klingt etwas merkwürdig, aber ich mag hat keine Kartoffeln im Ur-Zustand. Und mir hat es geschmeckt, trotz der irritierten Blicke beim Bezahlen. ;)


Donnerstag, 14. Mai 2015

Bärlauchpesto-Nudelsalat mit grünem Spargel {Vegan Wednesday)



In dieser Woche möchte ich gerne wieder ein Rezept für den Vegan Wednesday (Sammlung bei Petzi) beisteuern. Wir haben ein kleines Familiengrillen veranstaltet und ich kümmerte mich um einen veganen Nudelsalat. Dazu gab es noch allerlei anderes Pflanzenzeug, sodass ich lange nicht mehr so satt und zufrieden vom Tisch aufgestanden bin:


Meinen Teller habe ich beladen mit einem Rucola-Salat an Erdbeerdressing, einer Süßkartoffel vom Grill, Maiskolben, Seitan-Bratwürstchen (Alnatura) und besagtem Bärlauchpesto-Nudelsalat mit grünem Spargel und Cocktailtomaten. Das Rezept ist ganz einfach (es reicht für eine richtig große Schüssel):

100g Bärlauch waschen und die harten Stiele entfernen. Mit dem Messer etwas vorschneiden und zusammen mit einer Hand voll Cashewkernen (gesalzen) und Olivenöl pürieren. Das Olivenöl dabei Esslöffelweise dazugeben, bis das Pesto eine geschmeidige Konsistenz erreicht hat. Mit Salz abschmecken. 

400g Nudeln in Salzwasser nach Packungsanleitung garen und anschließend mit kaltem Wasser abschrecken. 

Eine Packung grünen Spargel (500g) nehmen und das untere Drittel schälen. Danach die holzigen Enden abtrennen. Ich schneide den Spargel dann schon in kleine Stücke (kommt ja eh in den Salat) und koche ihn nur für max. 5 Minuten. Abgießen und vorsichtig kalt abschrecken.. 

Die Cherrytomaten einfach in mundgerechte Stücke schneiden. Alles zusammenrühren und ggf. noch etwas nachwürzen oder etwas Olivenöl dazugeben.

Tipp: Den Nudelsalat kann man auch als Hauptgericht warm genießen. Dafür einfach die Zutaten in der Pfanne warm werden lassen. 

Die Bratwürstchen von Alnatura schmecken mir übrigens bisher am Besten. Die Konsistenz ist schön bissfest und der Geschmack dezent. Und ich finde es halt hin und wieder ganz nett, etwas anderes auf den Grill zu legen (anstatt nur Gemüse). Habt ihr noch andere Tipps für den Grill?




Mittwoch, 22. April 2015

Fruchtige Tomatensuppe mit Basilikum und Majoran {Vegan Wednesday}



In der letzten Woche hatte ich leider keine Zeit für ein richtiges Essen. Es hätte sich also nicht gelohnt, über ein trockenes Brötchen und einen langweiligen Salat am Abend zu berichten. Das sieht heute ganz anders aus, und so kann ich wieder am Vegan Wednesday teilnehmen. Gesammelt wird in dieser Woche bei From Veggie to Vegan. Petzi wünscht sich, passend zum Wetter, Eis und chillige Terrassenfotos - da muss ich leider passen. Aber der Reihe nach:

Zum Frühstück gibt es bei mir täglich das Gleiche: Frisch und mit der Hand aufgebrühter Filterkaffee. Aber nicht irgendeine Sorte, sondern mein liebster Honduras Bio Kaffee von Torrefaktum. Ich wünschte, ich könnte euch den unglaublichen Duft der frisch gemahlenen Bohnen jetzt auch nur annähernd beschreiben. Das ist ein olfaktorisches Meisterwerk, Grenouille würde durchdrehen. Also: Wenn ihr aus Hamburg kommt, oder zu Besuch seid, müsst ihr dieser Kaffeerösterei in Ottensen unbedingt einen Besuch abstatten und selbst riechen. Vor Ort könnt ihr dann tolle Kaffespezialitäten genießen (auch mit Sojamilch) oder für Zuhause mitnehmen.

Mein Mittagessen bestand dann aus einer super fruchtigen Tomatensuppe, die ich mir gestern noch schnell für das Abendessen mit meinem Freund gezaubert habe:


Zum Nachkochen müsst ihr 5 große Tomaten und eine mittelgroße Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Die Zutaten mit etwas Chili- und Olivenöl, einer Hand voll frischem Basilikum und ein paar Zweigen Majoran und Thymian sowie Knoblauch im Topf anbrutzeln. Anschließend mit 300ml Gemüsebrühe ablöschen und die Masse bis zur gewünschten Sämigkeit pürieren. Salzen und Pfeffern, bei Bedarf noch Oregano und Chili nachwürzen. Dann zwei Päckchen passierte Tomaten dazugeben, alles gemeinsam köcheln lassen und durchziehen lassen.Dazu passt hervorragend frisches Ciabatta vom Bäcker oder Reis. Die Menge reicht locker für drei hungrige Personen als Hauptspeise. Gestern Abend war das schon lecker, aber am zweiten Tag hat die Suppe noch an Geschmack gewonnen. Die Gewürze und Kräuter sind über Nacht erst richtig durchgezogen. Mega lecker!

Nach dem Mittagessen bin ich noch schnell über den Wochenmarkt geflitzt und habe mir Obst und Gemüse gekauft. Einen frischen Gala-Apfel aus dem Alten Land gab es dann als Nachmittagssnack, damit ich vor lauter Hunger beim Gitarrenunterricht nicht vom Stuhl falle.

Zum Abendbrot habe ich Möhren und Brokkoli vom Wochenmarkt gedünstet. Und nein, ich bin nicht auf Diät: Dazu gab es eine Basilikum-Bechamel auf Hafermilch-Basis. Mhmmm...

Das mit dem Eis hat also nicht geklappt und einen Grill habe ich auf meinem Balkon auch noch nicht stehen. Hoffentlich hält sich das Wetter noch bis zum Wochenende, dann hole ich alles doppelt und dreifach nach! Ich hoffe, beim Vegan Wednesday finde ich dann noch ein paar Anregungen für leckere Grillrezepte. Da bin ich nämlich noch nicht so gut ausgestattet.

Donnerstag, 16. April 2015

Leicht in den Frühling: Asiatischer Gurkensalat



Sobald sich die Sonne im Frühling etwas häufiger blicken lässt, bekomme ich mega Hunger auf gesunde und leichte Sachen. Mein Essen könnte rund um die Uhr aus knackigem Salat, frischem Obst, grünen Smoothies und kalten Suppen bestehen. Dann schlendere ich auch in der Mittagspause gerne über den Wochenmarkt und lasse mir an jedem Stand etwas aufschwatzen. Einer meiner schnellen Beilagen-Salatfavoriten ist ein asiatischer Gurkensalat. Der passt z.B. super zum Sushi oder anderen asiatischen Gerichten:

Ihr braucht:
1-2 Gurken (je nach Größe und Hunger)
5-6 EL Sojasauce*
1 TL geröstetes Sesamöl
2 EL Sherry*
4-5 EL asiatische Chilisauce (süß)*
Pfeffer
einige Sesamkörner

*natürlich in vegan ;)

Die Gurke waschen und mit der Schale in dünne Streifen raspeln. In einer kleinen Schüssel die flüssigen Zutaten mixen, mit Pfeffer abschmecken und über die Gurken geben. Wer mag kann auch noch etwas Ingwer darüber reiben. Den Salat für eine Stunde ziehen lassen, kurz vor dem Servieren noch einmal durchmischen und mit den Sesamkörnern bestreuen.

Mittwoch, 8. April 2015

Vegane Flammkuchen: Tomate-Kräuter und Frischkäse-Karotte {Vegan Wednesday}

Resteverwertung Deluxe! Von unserem Osterfrühstück hatte ich noch einen veganen Frischkäse und die grüne Kräuterpaste übrig. Eine letzte Karotte schrumpelte auch noch in der Küche vor sich hin. Klingt nicht so verführerisch, aber diese Zutaten zu einem leckeren Abendbrot verwandeln, ist überhaupt kein Problem.



Schnell einen Flammkuchenteig aus 250g Mehl, 2 EL Öl und 125ml Wasser herstellen und zu zwei kleinen Fladen dünn ausrollen.

Flammkuchen 1 habe ich mit dem Frischkäse bestrichen, Möhrenscheiben belegt und mit Kräutersalz bestreut.



Den zweiten Flammkuchen habe ich mit der Kräuterpaste bestrichen und kleingeschnittene getrocknete Tomaten darüber verteilt.



Die beiden Fladen in den vorgeheizten Backofen (230°C) und für 10-15 Minuten backen (je nach gewünschtem Bräunungsgrad).

Super schnell und mega lecker!

Als Variation kann ich mir für den Möhrenflammkuchen auch noch Zwiebeln vorstellen und der Tomatenflammkuchen würde super zu Rucola passen.

Dienstag, 3. März 2015

Vegane Brokkoli-Creme-Suppe



Zum Feierabend (gerne Freitags) gönne ich mir häufig frisch gekochte Suppen. Etwas Warmes zum Abendbrot finde ich einfach großartig, aber es sollte nicht zu schwer vor dem Schlafen sein. Meist läuft es auf meine liebste Tomatensuppe hinaus, die mal fruchtig, mal cremig, mal asiatisch oder mexikanisch daher kommt. Hin und wieder brauche ich trotzdem Abwechslung und gestern war mir total nach Brokkoli. In Suppenform war es früher die einzige Möglichkeit meiner Mutti, mich an dieses "furchtbare" Gemüse heranzuführen. Damals mit einem schönen Becher Schmand, Sahne und natürlich Butter. Mittlerweile mag ich Brokkoli sowohl als Beilage als auch als Suppengrundlage. Jetzt habe ich mich an einer veganen Variante probiert, die herrlich sämig und winterlich deftig schmeckt. Außerdem ist es schnell und einfach zu machen. Ihr braucht nur:

Dienstag, 10. Februar 2015

Veganes Kuchenbuffet



Diese Woche habe ich meinen "alten" Kollegen als Dankeschön ein kleines Kuchenbuffet zubereitet. Da ich mit dem veganen Backen noch nicht sehr viel Erfahrung habe, musste ich mich an komplett neue Rezepte herantasten.


Dienstag, 3. Februar 2015

Schnelles Essen: Süßsaure Soße mit Gemüse



Die einfachsten Rezepte für veganes Kochen sind eindeutig in der asiatischen Küche zu finden. Der Grund liegt vermutlich darin, dass dort (im Gegensatz zum europäischen Raum) erst sehr spät und auch nur begrenzt mit der Milchwirtschaft begonnen wurde. Ein Großteil der Asiaten besitzt außerdem eine Laktoseintoleranz, sodass die meisten Gerichte im Original ohne Milchprodukte erstellt wurden. Außerdem werden gerne Sojaprodukte und viel Gemüse anstelle von Fleisch und Fisch verwendet.

Neben Kokos-Curry und co, stehe ich total auf süßsaure Soßen. Leider werden die meisten gekauften Fertigprodukte mit Geschmacksverstärker versetzt und das Gemüse darin ist zerkocht und vitaminlos. Darum koche ich sie lieber selbst. Dabei arbeite ich strikt "nach Gefühl", ihr dürft also selbst kreativ werden und euch so langsam an die perfekte Soße herantasten.


Zuerst schnipple ich einiges an Gemüse. In meinem Fall:

- Zwei Paprika (rot und gelb)
- Kaiserschoten (mundgerechte Stücke)
- 1 rote Zwiebel
- 1-2 Karotten

Das Gemüse brate ich in etwas Pflanzenöl scharf an, es darf ruhig etwas Röstaroma entstehen. Dann kommt der süße Teil in Form von Rohrohrzucker. Gebt ruhig ordentlich auf das Gemüse und lasst das Ganze köcheln, bis der Zucker aufgelöst ist und leicht anfängt zu karamellisieren.

Anschließend löscht ihr für die Säure mit Essig (Was ihr so im Haus habt, sollte aber möglichst hell sein) ab und rührt zusätzlich Orangensaft dazu. Dann noch einige Spritzer Tomatenketchup für die Farbe und die Sauce mit allen Komponenten abschmecken. Ich dicke die kochende Sauce dann noch mit einem Stärke-Wasser-Mix an.

Ganz zum Schluss füge ich Ananas hinzu, das kann man nach eigenem Geschmack natürlich selbst entscheiden.



Ich finde, das Gericht kommt auch wunderbar ohne Tofu aus. Dazu gibt es dann Basmatireis und für die Proteine zusätzlich ein paar Cashewnüsse oder Sojasprossen.

Montag, 26. Januar 2015

Vegane Spinat-Quiche mit Tomaten und Pinienkernen



Ein tolles Rezept, dass man kalt und warm genießen kann:

Ich habe wundervolle Kindheitserinnerungen an meinen Vater, der seine vielen mediterranen Geheimrezepte an ruhigen Sonntagnachmittagen für die gesamte Familie zubereitete. Wenn das der Fall war, roch das ganze Haus nach Oregano, Thymian und Knoblauch. Und wenn das Essen dampfend auf den Tisch gestellt wurde, um den wir uns alle schon ungeduldig versammelt hatten, herrschte ein seliges, ja fast andächtiges Schweigen. Eines meiner Lieblingsgerichte von damals war eine saftige Tomaten-Hackquiche mit Spinat. Das einzig französische daran stellten wahrscheinlich die Kräuter der Provence dar, aber das juckte mich damals herzlich wenig, denn sie war geschmacklich zum Niederknien.

Nach meinem Eintritt in die vegane Lebensweise war das Thema Quiche dann zunächst für mich gestorben. Denn während ich mir zwar einen Mürbeteig-Boden auch mit Pflanzenmargarine gut vorstellen konnte, war doch der Rest des Gerichtes ohne Käse und Ei unvorstellbar. Auf dem Weihnachtsmarkt in Altona bin ich dann am veganen Stand auf eine Lauchquiche mit Räuchertofu aufmerksam geworden, die in mir die Hoffnung auf eine akzeptable Abwandlung des Originals weckte. Nachdem ich mich durch dutzende Rezepte gewälzt hatte stand der Plan für eine Spinat-Tomaten-Quiche.