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Donnerstag, 11. Februar 2016

Ankündigung: Warum ihr euch den 28. Februar unbedingt merken solltet

Ihr Lieben - ich habe den Blog nicht vergessen. Nein, ganz im Gegenteil. Im Hintergrund werkle, schreibe, designe und fotografiere ich was das Zeug hält:

Denn am 28. Februar erstrahlt mein Blog im neuen Glanz. 

Oder sollte ich lieber sagen: Erstrahlt zum ersten Mal? Denn zufrieden war ich mit dem aktuellen Design-Theme ja noch nie. Also habe ich mich durchgerungen und so richtig viel Zeit investiert. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Umstellung wird ziemlich drastisch. Ich bin davon schwer begeistert und nun wahnsinnig neugierig, wie der Relaunch bei euch ankommen wird.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben und den Start sofort live miterleben wollt: Folgt mir auf Facebook oder abonniert meinen neuen Instagram Kanal.



Ich kann euch auf jeden Fall schon jetzt versprechen: Mit dem Relaunch wird es viele neue Posts geben. Tolle neue Soulfood-Rezepte, authentische Reiseberichte und Nachmach-Tipps für ein grünes Leben. Es ist also quasi eine bunte vegane Wundertüte mit jeder Menge Spaß und Leidenschaft :) Wenn das kein Argument ist, regelmäßig vorbeizuschauen? Ich freue mich auf Euch!

Grüne Grüße,

Jassi


 

Montag, 6. Juli 2015

Ohje: Mein Reiseplan hat einen riesigen CO2-Fußabdruck {Spende}

Bei BloggerDenkenNach wurde im letzten Monat das Thema "Nachhaltig Reisen" behandelt, aber ich schaffte es leider nicht rechtzeitig meinen Beitrag zu verfassen. Trotzdem habe ich mir eine ganze Reihe Gedanken gemacht, wo ich doch im November die größte Reise meines bisherigen Lebens antrete. Was ich bei der extremen Vorfreude bisher kaum bedacht habe: Das Flugzeug, dass mich Richtung Kapstadt fliegt, wird eine riesige Menge an Treibhausgasen in die Luft schleudern...

Die Fakten


Die Tatsache, dass Flugreisen nicht besonders umweltfreundlich sind, war mir natürlich vorher schon bekannt. Das unglaubliche Ausmaß jedoch nicht. Ich erfahre durch Recherche: Der Flugverkehr ist mit unglaublichen 10% an der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung beteiligt - eine ziemlich hohe Zahl gemessen an den vielen Autos, Maschinen und Mastbetrieben in dieser Welt. Aber wie sehr fällt meine Reise dabei ins Gewicht? Das kann man durch den Anbieter Atmosfair leicht berechnen. Mein CO2-Verbrauch für die Reise im November ergibt folgende Werte:


Der Flug nach Kapstadt, ein Zwischenflug von Port Elizabeth nach Johannesburg und mein Rückflug nach Hamburg erzeugen 5.480kg CO2-Emissionen. Diese einfache Zahl ist zunächst wenig aussagekräftig - womit kann man sie dann vergleichen?

Ein Jahr Autofahren (12.000km) mit einem Mittelklassewagen verbraucht beispielsweise 2.000kg - das sind gerade mal 36% meines Fluges... Aber jetzt der wirkliche Hammer: Um die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, dürfte jede Person maximal 2.300kg pro Jahr verbrauchen. Das bedeutet, dass alleine diese Urlaubsplanung mein Jahresbudget um das 2,38-fache übersteigt. Und ich habe die leise Befürchtung, dass ich auch ohne den Flug bei Weitem nicht mit den 2.300kg auskomme...

Was soll ich jetzt nur tun?


Ich weiß, dass es konsequent wäre, auf jeglichen Urlaub ab sofort zu verzichten. Denn wenn ich es wirklich ernst meine mit meinen grünen Bestrebungen, dann sollte ich diese sinnlose Verschwendung doch nicht weiter unterstützen, oder?

In Wirklichkeit schlagen aber zwei Herzen in meiner Brust. Und das eine Herz hat wahnsinniges Fernweh und möchte am liebsten die ganze Welt sehen und von ihr lernen.

Darum habe ich mich entschlossen 100% meiner verschleuderten CO2-Emissionen zu kompensieren indem ich Klimaschutzprojekte unterstütze. 127€ lautet der Betrag, der meine Urlaubskasse jetzt erheblich schmälert. Trotzdem denke ich, dass es die richtige Entscheidung ist. Das Unternehmen Atmosfair engagiert sich in vielen Bereichen: Biogasanlagen in Indien, Kleinwasserkraftwerke in Honduras, Solarenergie in Deutschland... Schaut doch einmal bei denen vorbei:

atmosfair - klimabewusst reisen


Fazit!


Es ist egal, wo weltweit das CO2 eingespart wird, es entlastet immer das Klima. Und da es derzeit keine klimafreundlichen Flugzeuge gibt und das Flugzeug auch ohne meine Buchung geflogen wäre (ja, kein besonders gutes Argument...), rede ich mir ein, dass ich ein klein wenig Gutes getan habe. Und in den folgenden Jahren mache ich dann auch wieder kleine Reisen: Mit dem Wohnwagen an die Nordsee zum Beispiel.

Freitag, 19. Juni 2015

Spargelsalat mit Erdbeeren und Walnüssen {Vegan Wednesday}

Grillwetter haben wir hier gerade wirklich nicht - dafür muss ich die letzten Tage der Spargel- und Erdbeerzeit noch einmal kräftig ausnutzen. Außerdem würde sich mein heutiges Rezept für den Vegan Wednesday (gesammelt wird bei Regina von muc.veg) auch wunderbar für jedes Grillbuffet eignen. Hier kommt also mein Spargelsalat mit Erdbeeren und Walnüssen (die im Bild leider nicht zu sehen sind).

Ihr braucht dafür:


Salat:
  • 500g grünen Spargel
  • Ein Paket Rucola Salat
  • 300g Erdbeeren
  • Eine Hand voll Walnüsse

Spargelmarinade:
  • Agavendicksaft
  • Senf
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Salz / Pfeffer

Salatdressing:
  • 1 Orange
  • Walnusskernöl
  • Agavendicksaft
  • Balsamicoessig (weiß)
  • 1 kleine, rote Chili
  • 1 Vanilleschote
  • Salz / Pfeffer


 

Zubereitung:


Zunächst das untere Drittel des grünen Spargels schälen und in Stücken in eine Auflaufform geben. Dann eine Marinade aus den oben genannten Zutaten rühren und über den Spargel geben. Das Ganze gut abdecken (der Spargel soll nicht austrocken) und bei 180°C Ober/Unterhitze in den Backofen geben. Alle 2 Minuten einmal durchmixen, damit die Marinade auch überall einzieht.Wenn der Spargel bissfest gegart ist, aus dem Backofen holen und abgedeckt abkühlen lassen. Bei Bedarf noch einmal nachsalzen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und klein schneiden, den Rucola waschen und trocken schleudern und etwas klein rupfen (je nach Geschmack). Die Walnüsse in der Pfanne leicht anrösten.

Für das Dressing drei Esslöffel Saft von einer frischen Orange mit dem Mark einer Vanilleschote und nach Bedarf klein geschnittener Chili sowie etwas Agavendicksaft in einem Topf erhitzen. Mit Walnusskernöl, und Balsamicoessig (vegan z.B. von Alnatura) abschmecken. Mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Alles Zusammen schön auf einem Teller anrichten.

Dazu gab es schnelles Kräuter"butter"brot. Dazu Pflanzenmargarine mit Kräuterbuttergewürz mixen (in meinem Fall eine Hälfte Kräuterbuttergewürz und eine Hälfte Bruschetta-Pasten-Gewürz). Ein Aufbackbaguette schräg alle 2-3cm bis zum unteren Rand einritzen und darin die Margarine streichen. Im Ofen backen, bis das Baguette leicht gebräunt ist.

Von meinem Mittagessen in der Kantine habe ich leider kein Foto. Ich musste da auch etwas improvisieren: weißer Stangenspargel mit Pommes (und Ketchup...). Ja, das klingt etwas merkwürdig, aber ich mag hat keine Kartoffeln im Ur-Zustand. Und mir hat es geschmeckt, trotz der irritierten Blicke beim Bezahlen. ;)


Mittwoch, 13. Mai 2015

Über die Schwierigkeit eine Grenze zu ziehen {#BloggerDenkenNach}



Unter #BloggerDenkenNach werden auf Average Pony monatlich neue Themen der Aspekte "nachhaltig, fair und ökologisch" zur Diskussion gestellt. Anfang Mai wurde das spannende und aktuelle Thema

"Von Aal bis Zebra - Wen esse ich, wen nicht?"


ausgewählt, für das ich zum ersten Mal posten möchte. Eine einfache Antwort wäre für mich natürlich: Keinem einzigen Lebewesen sollte für unseren Genuss Leid zugefügt werden - denn sie sind alle gleich viel Wert. Man merkt: Ich lebe vegan. Meine persönlichen Gründe für diese Entscheidung, findet ihr unter "Warum vegan". Die Antwort auf diese Frage ist für mich jedoch eine andere, denn ich interpretiere das Thema etwas offener: Wo liegt bei mir eine Grenze beim Konsum tierischer Produkte? Oder: Wie weit gehe ich mit meiner Einstellung, keine tierischen Produkte zu konsumieren? Und wie weit gehe ich damit anderen Menschen auf den Wecker?

Schön wäre es ja, wenn kein Tier leiden müsste. Um das von heute auf morgen zu erreichen, bestünde jedoch nur die Möglichkeit, alle Menschen sofort zu Veganern zu erklären. Schade nur: In einer aufgeklärten, freien Welt darf keine Lebensweise und Glaubensrichtung von einer zentralen Macht vorgegeben werden. Ich bin schließlich FÜR die Demokratie. Ich befinde mich also in einem Schlamassel, denn ich muss offensichtlich in einem Wirtschaftssystem leben, das für mich falsch und für die Tiere brutal und würdelos ist. Aber zumindest demokratisch. Ich bemühe mich, das zu tolerieren und mich damit zufrieden zu geben, dass gerade ein kleines Umdenken in der Bevölkerung stattfindet. Und doch fällt es mir schwer, freundlich zu nicken, wenn mein Gegenüber mit dem Mund voller Salami stolz verkündet, dass er nur "Gutes" Fleisch kauft und sowieso nur sehr selten.

Das ist doch keine Grenze, das ist Selbstbetrug?


"Ich würde auch gerne vegan leben - aber auf Käse könnte ich niemals verzichten!". Was soll ich dazu noch sagen? Dass jeder einzelne Mensch definitiv in der Lage wäre, auf Molkereiprodukte zu verzichten? Und es obendrein auch noch sehr gesund sein KANN (Achtung: Hier ist jeder Mensch eigenverantwortlich in der Pflicht).

Wer gibt mir schon das Recht, so zu urteilen. Schließlich bin ich nicht allwissend und außerdem habe ich gestern erst ein Gericht gegessen, von dem ich im Nachhinein erfuhr, dass ein Löffel Honig untergerührt wurde. BÄM: Der Titel für den "schlechtesten Veganer des Monats" geht an grünartig! Aber keine Sorge: Dafür habe ich dann gleich ein HEIDENgeld auf dem ökologischen Wochenmarkt für regionalen Spargel ausgegeben. Hat ein bisschen was von Ablasszahlung zum Erlass meiner Sünden, oder?



Fakt ist, dass die Formel: "Je konsequenter der Verzicht, desto besser der Mensch" nicht aufgeht. Es ist doch schließlich so: Rutsche ich mit einem ablehnenden, überheblichen Auftreten in das soziale Aus, kann ich niemanden zum Nachdenken inspirieren, sondern schrecke nur ab. Dann sind wir Veganer im besten Fall Spaßbremsen, im schlechtesten schon Extremisten. Aber wenn ich wirklich an den "Veganismus" glaube, dann habe ich doch die Aufgabe, Menschen durch gute Argumente langfristig zu überzeugen. Da hilft es nichts, wenn der Lebensstil als Modetrend gehypt wird und in zwei Jahren seinen Reiz verliert.

Der Veganismus entsteht aus sich selbst und ist darauf angewiesen, dass er sich ausbreitet. 


Denn nur das bringt die Industrie zum Umdenken, die Tierhaltungbedingungen zu verbessern und Massentierhaltung komplett abzuschaffen. Als kleine pseudoelitäre Randgruppe hilft das Prinzip niemandem. Dazu gehört dann auch, oppositionelle Nichtveganer von der Überzeugung zu begeistern, anstatt sie zu bekämpfen (wie es leider hier geschah). Diplomatie als Lichtschwert-Joker quasi.

Aber wie schafft man das? Vielleicht sind das gerade die oben genannten "Grenzen"? Kleine Erfolge feiern, auch wenn sie nicht konsequent sind. Schritt für Schritt vorangehen und niemanden für die eigene Einstellung verurteilen. Aufklären ohne erhobenen Zeigefinger und Hilfe leisten, wenn sie gebraucht wird.

Mein Fazit


Anstatt sich auf ein Schwarz-Weiß Denken zu versteifen (Darf ich jetzt diesen Essig über mein Salat geben oder muss ich dafür eine halbe Stunde hungrig die Herkunft im Internet recherchieren?), sollte man pragmatisch bleiben. Nachdenken hilft immer, gutes Tun sowieso und Spaß am Leben sollten wir uns bewahren. Nur so verbreitet man seine Ideale positiv und kann ein Vorbild für andere Menschen sein.

Ich also freue mich ab sofort, wenn mir Freunde von ihren Versuchen berichten, eine Woche ohne Fleisch zu leben. Wir alle fangen klein an, wir alle scheitern mal. Wer ist schon perfekt?

Menschen mit ihrem angeborenen Egoismus sicher nicht - wenn überhaupt, dann sind es die Tiere.


Sonntag, 29. März 2015

Spende des Monats März: Welthungerhilfe



Alle Welt redet über den Absturz der Germanwingsmaschine am letzten Montag. Es ist ein furchtbarer Schicksalsschlag, der uns alle sehr berührt. Katastrophen wie diese lösen tiefe Bestürzung aus, da sie für uns in unmittelbare Nähe rücken. Wie viele sind von uns in letzter Zeit mit diese Fluggesellschaft geflogen und stellen sich nun insgeheim die Frage nach dem eigenen Schicksal. Das ist absolut legitim und lehrt uns, das Leben zu schätzen. Denn alles was wirklich zählt, ist die Gesundheit von uns und den Menschen, die wir lieben.

Während wir also über diese eine Tragödie nachdenken, rücken andere furchtbare Geschehnisse in noch weitere Ferne. Vielleicht weil man keine Beziehung zu den Betroffenen herstellen kann. Weil man die Bilder nur aus dem Fernsehen kennt und die ganze Tragweite nicht begreifen kann. Doch während die Bürgerkriege in Syrien und Jemen täglich hunderte Opfer fordert, ist die Spendenbereitschaft und die Anteilnahme in der Welt geringer denn je. Wir alle sitzen hier in tiefer Betroffenheit und sinnieren über grenzenlose Solidarität, die nicht mehr als ein einfaches Wort darstellt, als wirkliche Hilfsbereitschaft. In der Zwischenzeit bitten und flehen soziale Organisationen, da sich die Lage in den Kriegsgebieten dramatisch zuspitzt. Wenn es nicht genug finanzielle Mittel gibt, um die zivile Bevölkerung dieser Welt zu versorgen, werden wir alle zu Mittätern weil uns der eigene Konsum wichtiger ist.

Meine Spende des Monats geht an die Welthungerhilfe.

Sonntag, 22. Februar 2015

Darfst du das?

Darfst du "das" denn essen / tragen / kaufen / trinken usw.? (Setze ein Verb deiner Wahl ein)

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich finde es toll, dass die Leute sich gedanklich mit den Folgen der veganen Lebensweise auseinandersetzen und daran Interesse zeigen. Es führt ja auch dazu, dass mir z.B. in der Mittagspause häufig eine "Extrawurst" gebraten wird. Und ich freue mich wahnsinnig, wenn meine Erklärungen dazu führen, dass die Leute sich auch bewusster mit ihrem Essen auseinander setzen.

Dennoch möchte ich kurz erklären, dass es mir nicht darum geht "etwas zu dürfen". Ich bin nicht allergisch und mich zwingt niemand zu dieser Lebensweise. Es ist meine eigene freie Entscheidung: Ich verzichte auf tierische Produkte, weil ich es so will. Und wenn ich gegen den puren Veganismus verstoße, sei es aus Versehen oder völlig bewusst, dann erhalte ich dafür ganz sicher keine Strafe. Und ich werde auch nicht aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen. Wir alle machen schließlich "Fehler" und ich möchte so gut es eben geht handeln: Das funktioniert an manchen Tagen besser und an manchen Tagen nicht so gut.

Wenn mir jetzt beispielsweise beim Falafel essen auffällt, dass der Koch (trotz meiner Bitte sie wegzulassen) doch eine Joghurt Soße darauf verteilt hat, dann habe ich zwei Optionen:

A)Ich bestehe auf eine vegane Variante: Dann muss der Koch meinen alten Teller entsorgen und mir einen neuen bringen. Dabei haben wir Lebensmittel, die eigentlich unversehrt d.h. essbar sind, einfach so verschwendet.

B)Ich weise den Koch freundlich daraufhin (auch wenn ich mich innerlich darüber ärgere) und esse die Falafel trotzdem. In Zukunft nehme ich mir vor, deutlicher zu erklären und/oder den Laden zu meiden.

Ich persönlich entscheide mich an dieser Stelle für Option B, in der Hoffnung, dass es nicht zu oft vorkommt. Denn ich möchte nicht von meiner Umwelt als "verbissener Extremist" wahrgenommen werden. Sonst erzeugen wir eine (noch größere?) Ablehnung gegen diese Lebensweise, anstatt für Aufklärung und Toleranz zu werben.